Pancakes und Pfannkuchen

Gibt man bei einem der gängigen Übersetzungs-Tools das Wort „pancake“ an, wird das Wort mit „Pfannkuchen“ bzw. „Eierkuchen“ übersetzt. Bedeutet dies, dass Pancakes und Pfannkuchen im Endeffekt das Gleiche sind? Oder gibt es einen Unterschied zwischen Pancakes und Pfannkuchen? Genau diesen Fragen wollen wir in unserem Beitrag auf den Grund gehen. Außerdem haben wir noch einige kuriose Fakten für Sie – rund um das Thema Pancakes – zusammengefasst!


Die Geschichte der Pfannkuchen und Pancakes

Pfannkuchen gehören zu den Speisen, die schon seit etlichen Jahren von den verschiedensten Kulturen zubereitet werden. So lässt sich die Herkunft der Pfannkuchen leider nicht mehr zweifelsfrei nachweisen. Fest steht jedoch, dass bereits bei den alten Römern gewürzte Eiergerichte auf den Tisch kamen, die den Pfannkuchen sehr nahe kommen. In der Zutatenliste wurde jedoch auf Mehl verzichtet.

Ein weiterer möglicher Ursprung des Pfannkuchens, könnte das frühere Fladenbrot sein, das ähnlich wie der Pfannkuchen sehr flach zubereitet wurde. Da der sich Pfannkuchen über viele Jahre hinweg entwickelt hat und dieser höchstwahrscheinlich von verschiedenen Kulturen und Regionen anders zubereitet und interpretiert wurde, lässt sich der genaue Ursprung der Eierspeise nicht sicher ausmachen.

Jedoch gilt es als wahrscheinlich, dass der Pfannkuchen – so wie wir ihn heute kennen – aus dem mittelalterlichen Europa stammt. Damals wurden Speisen zubereitet, die dem Omelett sehr ähnlich waren. Durch das Hinzufügen von Mehl, entstanden vermutlich die ersten Pfannkuchen.

Bis heute haben sich aus den Pfannkuchen verschiedene, regionale Variationen entwickelt, weswegen die Pfannkuchen in unterschiedlichen Teilen Deutschlands unter einen anderen Namen bekannt sind. So wird der Pfannkuchen auch häufig als Eierkuchen bezeichnet, in Österreich spricht man von Palatschinken, während in Frankreich von einem Crêpe die Rede ist. Auch Eierpuffer, Flädle oder Plinse sind weitestgehend Synonyme der bekannten Pfannkuchen.

In den USA trugen die Pfannkuchen lange Zeit die Namen „flapjack“ oder „griddle cake“. Erst Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich der Begriff „pancake“ in Nordamerika durch, unter dem die süßliche Speise bis heute noch bekannt ist.


Pfannkuchen und Pancakes – das ist der Unterschied

Mit Pfannkuchen kann man äußerst abwechslungsreiche Gerichte zu kreieren. Die Vielfalt reicht von süßen Pfannkuchen, mit Äpfeln, Blaubeeren oder Marmelade bis hin zur deftigen Variante mit Salami, Käse oder Speck. Die eher süßen Pancakes hingegen sind in den USA (besonders in den Südstaaten) meist ein fester Bestandteil des Frühstücks. Besonders gerne isst man dort die Pancakes mit Ahornsirup und Butter. Aber auch die herzhafte Variante, mit gebratenem Speck und Würstchen, erfreut sich in den USA großer Beliebtheit.

Aber auch rein optisch unterscheiden sich Pfannkuchen und Pancakes. Während die amerikanische Variante meist kleiner, dafür aber bedeutend dicker und sehr fluffig ausfällt, sind die größeren Pfannkuchen hierzulande recht flach. Unterschiede erkennt man auch, wenn man sich die Beschaffenheit der Oberflächen etwas genauer ansieht. Während der amerikanische Pancake eine glatte, meist ebenmäßige Oberfläche besitzt und leicht goldgelb gebräunt ist, fällt die Oberfläche der Pfannkuchen deutlich rauer aus. Zudem können die in Deutschland bekannten Pfannkuchen auch knusprig braun gebacken werden.

Da der Pfannkuchen oft als Basis dient, um mit weiteren Zutaten kombiniert zu werden, ist er geschmacklich in der Regel relativ neutral. Pancakes hingegen schmecken – wenn man sie pur probiert – etwas süßer.

Die optischen und geschmacklichen Unterschiede lassen sich recht einfach erklären, wenn man einen Blick auf die Zubereitung bzw. auf die Zutatenliste von Pancakes und Pfannkuchen wirft. Zwar sind die Zutaten (Mehl, Eier, Milch und Salz) im Grundrezept gleich. Allerdings wird bei den amerikanischen Pancakes noch etwas Backpulver beigemischt. Das hat zur Folge, dass sich während des Backens kleine Bläschen bilden. Diese wiederum verleihen dem Pancake seine bekannte „Fluffigkeit“.

Ein weiterer, wichtiger Unterschied ist das Verhältnis der Zutaten. Bereits geklärt haben wir, dass die Grundzutaten soweit identisch sind – nicht aber die jeweilige Menge. So besitzt der Teig des Pfannkuchens einen höheren Eier- und Milchanteil. Das hat zur Folge, dass der Pfannkuchen deutlich schwerer und nicht so luftig ist, wie sein amerikanisches Pendant. Durch den höheren Eier- und Milchanteil verteilt sich der (im Vergleich flüssigere) Teig in der Pfanne wesentlich leichter. Der etwas zähere und dickflüssigere Teig der Pancakes behält im Großen und Ganzen seine ursprüngliche Form bei.

Auch bei der Zubereitung von Pancakes und Pfannkuchen lassen sich Unterschiede erkennen. Während der Pfannkuchen (zumindest bei der deftigen Variante) mit Butter oder Butterschmalz gebraten wird, verwendet man beim Pancake lediglich ein wenig Öl zum Ausbacken.


Amerikanische Pancakes – unsere Empfehlung

Wenn Sie die amerikanischen Pancakes einmal probieren möchten, können wir Ihnen die verschiedenen Backmischungen von Stonewall Kitchen empfehlen:


6 kuriose Fakten über Pancakes, die Sie garantiert noch nicht kennen

  • Am 26. September ist „National Pancake Day“ und am 28. Januar findet jährlich der „National Blueberry Pancake Day“ statt.
  • Der größte Pancake, der je hergestellt wurde (im Jahr 1994), hatte einen Durchmesser von 15 Metern, wog rund 3 Tonnen und hatte schätzungsweise über 2 Millionen Kalorien.
  • Die wohl teuersten Pancakes der Welt werden im Fünf-Sterne-Restaurant des Radisson Blu Edwardian Hotels hergestellt. Die Pancakes enthalten rosafarbenen Dom Perignon Champagner, Hummer, Trüffel und Kaviar. Pro Portion kostet ein Gericht rund 1.166 Dollar.
  • Die Stadt Olney in England veranstaltet seit 1445 zur Feier des „Pancake Day“ jedes Jahr ein Pfannkuchenrennen
  • Der Rekord für den höchsten Pancake-Wurf der Welt beträgt umgerechnet rund 9,45 Meter.
  • Der Rekord für die meisten Pancake-Wendungen innerhalb von 2 Minuten liegt bei 349.