Erdnüsse für Erdnussbutter

Erdnussbutter (auch bekannt als Erdnusscreme oder Erdnussmus) besteht zu großen Teilen aus gemahlenen Erdnüssen. Hinzu kommen Salz, Zucker und pflanzliches Öl (meist Palmöl, Rapsöl oder Baumwollsamenöl). Doch muss das wirklich sein? Gibt es denn keine natürliche Erdnussbutter ohne Palmöl und frei von weiteren Zusatzstoffen? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir erst einmal klären, warum so viele Erdnussbutter-Produkte Palmöl enthalten.


Warum ist Palmöl in Erdnussbutter?

Läuft man durch den Supermarkt und sieht sich die Zutatenliste der Produkte an, merkt man schnell, dass in beinahe jedem zweiten Produkt Palmöl steckt. Ganz egal ob Pizza, Kekse, Schokolade, Margarine oder Kosmetikprodukte wie Seifen, Hautcremes, Zahnpasta und Waschmittel – an Palmöl kommt man nicht so einfach vorbei. Auch bei den meisten Erdnussbutter-Produkten ist Palmöl ein fester Bestandteil der Zutatenliste. Aber warum befindet sich in so vielen Erdnussbutter-Produkten Palmöl? Gerade bei Nussaufstrichen, wie beispielsweise Erdnussbutter, Haselnussbutter oder Pekannussbutter, dient das Palmöl als Stabilisator – es sorgt also für eine gute Streichfähigkeit.


Palmöl in der Kritik – schlecht für Umwelt und Gesundheit?

Dass Palmöl schlecht für die Umwelt ist, kann man mittlerweile in unzähligen Beiträgen im Internet lesen. Der Grund für den Palmöl-Boom ist Fluch und Segen zugleich. Da das Palmöl in der Herstellung äußerst billig ist, setzen immer mehr Produzenten auf das Produkt, das überwiegend aus Indonesien, Malaysia und Thailand stammt. Palmöl hat einen Marktanteil von 30% und ist das meist verwendete Pflanzenöl der Welt.  Allein im Jahr 2018 wurden rund 70 Millionen Tonnen produziert – Tendenz steigend.

Durch die äußerst billige Herstellung steigt natürlich auch die Nachfrage. Aus diesem Grund werden in Indonesien zahlreiche Regenwälder abgeholzt oder abgebrannt. Gerade für Orang-Utans stellen diese Regenwälder den letzten verbliebenen Lebensraum dar. Aber auch in anderen Ländern, in denen Wälder gerodet werden, verlieren viele einzigartige Tiere ihren Lebensraum.

Auch das weltweite Klima leidet unter den neu geschaffenen Palmplantagen. Regenwälder nehmen normalerweise Tonnen des schädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) auf. Holzt oder brennt man diese Wälder ab, um neue Flächen für die Plantagen zu schaffen, wird eine Menge CO2 freigesetzt.

Alarmierend und höchst bedenklich sind die Zahlen. So wird allein auf der indonesischen Insel Sumatra stündlich Regenwald, so groß wie 88 Fußballfelder abgebrannt oder abgeholzt. Während Sie diesen Text gelesen haben, wurden in etwa 3,5 Fußballfelder Regenwald abgeholzt – und das allein auf der Insel Sumatra.

Neben der Umwelt leiden aber auch viele kleine Bauern unter den Umständen der Palmölproduktion. Diese müssen sich stets den globalen Preisen anpassen und haben so keinerlei Verhandlungsspielraum.

Palmöl soll darüber hinaus aber noch schlecht für die eigene Gesundheit sein. So kann sich der übermäßige Verzehr von Palmöl negativ auf die Blutfettwerte auswirken. Der Grund ist der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren, die im Palmöl enthalten sind. Ebenfalls bedenklich ist das schädliche LDL-Cholesterin, welches nach Einschätzungen von Ernährungsmedizinern die Wirkung von Insulin im Körper beeinträchtigt und somit für ein höheres Diabetes-Risiko verantwortlich ist. Zu viele gesättigte Fettsäuren können zudem zu einer Gefäßverengung führen. Mögliche Folgen? Schlaganfall und Herzinfarkt.

Auch bei der Verarbeitung von Palmöl können krebserregende Stoffe entstehen. Wird Palmöl bei der Herstellung stark erhitzt, bilden sich 3-MCPD-Fettsäureester und Glycidol-Fettsäureester. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft Glycidol, das bei der Verdauung abgespaltet wird, als krebserregend ein. Auch MCPD steht stark im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen. In Tierversuchen verursachte es ab einer gewissen Dosis Tumore und schädigte innere Organe wie Leber und Nieren. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Aufnahme dieses Stoffes so gering wie möglich zu halten.

Unbehandeltes Palmöl gilt, anders als industriell hergestelltes Palmöl, in seiner ursprünglichen Form, also kalt gepresst und unbehandelt als gesund. Dennoch werden auch dafür zahlreiche Regenwälder abgeholzt. Wenn Sie den Text bis hierher gelesen haben, sind wir mittlerweile bei einer Größe von knapp 6 Fußballfeldern angelangt, die allein auf der Insel Sumatra abgeholzt oder abgebrannt wurden.


Erdnussbutter ohne Palmöl – welche Alternativen gibt es?

Wir von American Heritage legen großen Wert auf nachhaltige und qualitativ hochwertige Produkte. Aus diesem Grund haben wir in unserem Sortiment ausschließlich Erdnussbutter ohne Palmöl. Unsere Produkte werden von ausgewählten Lieferanten, die allesamt auf Palmöl verzichten, direkt aus den USA importiert. Bei der Auswahl geeigneter Lieferanten war es uns ein besonders großes Anliegen, unseren Kunden eine natürliche Erdnussbutter anzubieten, die fair produziert wird und geschmacklich überzeugt. Mit der Erdnussbutter von Stonewall Kitchen, Georgia Grinders und Koeze Company ist uns das äußerst gut gelungen. Positiv zu erwähnen ist ebenfalls, dass alle Erdnüsse, die bei den eben genannten Unternehmen zu Erdnussbutter verarbeitet werden, aus den USA stammen.


Erdnussbutter ohne Zucker & Erdnussbutter ohne Zusätze

Mittlerweile rückt die eigene Gesundheit wieder mehr in den Fokus und man ernährt sich bewusster und gesünder. Der Trend geht zu natürlichen Produkten. Aus diesem Grund steigt auch die Nachfrage nach Erdnussbutter ohne Zucker und zusatzfreier Erdnussbutter.

Jede Erdnussbutter in unserem Sortiment besteht ausschließlich aus gemahlenen Erdnüssen und Speise- bzw. Meersalz. Es wird kein zusätzlicher Zucker, wie bei vielen anderen Erdnussbutter-Produkten, hinzugefügt. Auch konservierende Zusatzstoffe sind bei unserer natürlichen Erdnussbutter tabu.

Zusammenfassend kann man sagen, wenn Sie auf der Suche sind nach einer:

  • Erdnussbutter ohne Palmöl
  • Erdnussbutter ohne Zucker
  • Erdnussbutter ohne Zusätze

dann können sie beherzt bei einem unserer Produkte zugreifen – ganz egal ob „creamy“ oder „crunchy“.


Ist Erdnussbutter gesund?

Da wir nun über viele negative Aspekte von Palmöl gesprochen haben, stellt sich Ihnen mit Sicherheit die Frage ob Erdnussbutter überhaupt gesund ist. Die Antwort ist relativ einfach: ja! Erdnussbutter ist eine sehr gute Eiweißquelle. Außerdem enthält sie viele Ballaststoffe, welche lang satt halten und darüber hinaus die Verdauung fördern. Sie gilt als exzellenter Kaliumlieferant und ist durch eine hohe Menge an gesunden Fetten und Proteinen ein echter Energielieferant. Zudem enthält Erdnussbutter viele Mineralstoffe und Vitamine. Die Erdnuss an sich hat einen hohen Anteil an Magnesium, Kalium, Zink, Arginin Vitamin B3 und Vitamin E. Gleichzeitig sind Erdnüsse natriumarm und cholesterinfrei. Natürliche Erdnussbutter kann also ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden. Lediglich bei den Kalorien ist Vorsicht geboten. Mit rund 650 kcal pro 100 Gramm ist Erdnussbutter eine echte Kalorienbombe. Wer den Erdnussbutter-Konsum in Maßen hält, hat aber auch hier nichts zu befürchten.


Wird Erdnussbutter (ohne Palmöl) schlecht?

Wer nur hin und wieder auf ein leckeres Erdnussbutter-Sandwich zurückgreift und dementsprechend nicht so viel Erdnussbutter benötigt, wird sich die Frage stellen, ob Erdnussbutter schlecht werden kann.

In der Regel kann Erdnussbutter durch den hohen Fettanteil nicht schimmeln. Es kann aber hin und wieder vorkommen, dass beim Konsum von Erdnussbutter Besteck verwendet wird, das bereits mit anderen Lebensmitteln in Berührung war. Wird also dasselbe Besteck verwendet, so wandern winzige Reste anderer Lebensmittel in die Erdnussbutter, die zu Schimmel führen können.

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, so besteht die Möglichkeit, dass die Erdnussbutter ranzig wird. Dies lässt sich aber mittels Geruchstest einfach überprüfen. Sollte die Erdnussbutter ranzig riechen, sollten Sie diese nicht mehr essen oder zum Kochen verwenden.

Unser Tipp: Achten Sie auch beim Einkauf auf saubere Gläser, die nicht verbeult oder beschädigt sind!


Wie lange ist Erdnussbutter haltbar?

Natürliche Erdnussbutter, also Erdnussbutter ohne Palmöl und frei von Konservierungsstoffen hält im Grunde genommen sehr lange. Dies hängt aber auch von der Lagerung ab. Natürliche Erdnussbutter sollte nach dem Öffnen gekühlt werden. Ungeöffnet hält die Erdnussbutter rund 3 Monate in der Speisekammer und nach dem Öffnen nochmal ca. 6 Monate im Kühlschrank.

Theoretisch lässt sich die Erdnussbutter auch problemlos einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftauen.

Damit die Erdnussbutter, trotz ihres Aufenthalts im Kühlschrank, schön streichzart wird, empfehlen wir die Erdnussbutter ca. eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank zu nehmen.

Übrigens: bei den Erdnussbutter-Produkten, die wir von American Heritage im Sortiment haben, trennt sich das Öl gelegentlich von der Erdnussbutter und setzt sich an der Oberfläche ab. Dies ist kein Anzeichen dafür, dass die Erdnussbutter schlecht ist. Vielmehr deutet es auf die ausgezeichnete Qualität der Erdnussbutter hin. Rühren Sie die Erdnussbutter vor Verwendung einfach vorsichtig mit einem Messer um, sodass sich das freigesetzte Öl wieder mit der Erdnussbutter vermischt.

Welche Erdnussbutter-Alternativen gibt es?

Wer kein großer Fan von Erdnussbutter ist, kann auch auf zahlreiche Alternativen zurückgreifen. Georgia Grinders, einer unserer ausgewählten Lieferanten, hat sich auf Nussaufstriche spezialisiert und hat neben Erdnussbutter noch weitere Alternativen im Sortiment:

Alle Produkte werden von uns direkt aus den USA importiert und lassen sich in unserem Online-Shop problemlos bestellen.


Zusammenfassung: Erdnussbutter ohne Palmöl

Wer sich selbst und der Umwelt etwas Gutes tun möchte, ist gut beraten auf natürliche Erdnussbutter zurückzugreifen.  Auch geschmacklich sind Erdnussbutter-Produkte ohne Zucker und ohne weitere Zusatzstoffe die bessere Alternative. Befinden sich auf der Zutatenliste lediglich gemahlene Erdnüsse und Salz, ist der Geschmack deutlich authentischer und intensiver.

Ein abschließender Gedanke, der nochmal die Problematik des Palmöls verdeutlichen soll: Sie erinnern sich noch an die indonesische Insel Sumatra, die von der starken Regenwaldrodung betroffen ist? Während Sie diesen Artikel gelesen haben, wurde Regenwald so groß wie 10,5 Fußballfelder zerstört, um Platz für neue Palmölplantagen zu schaffen.